Hypertonus 2

Naturheilkunde und hoher Blutdruck (Hypertonus)

Bluthochdruck was ist das?

Von Bluthochdruck wird gesprochen, wenn der Blutdruck dauerhaft die Werte 140/90 mmHG erreicht oder sogar darüber hinaus geht.

Die Ursachen für einen zu hohen Blutdruck können ganz unterschiedlich sein.

  1. in 90% kennt man den Hintergrund der Erkrankung nicht. Begünstigend für die Erkrankung
    können sein:

    ·        in der Familie ist die Erkrankung häufig vertreten
    ·        sie reagieren empfindlich auf Salz
    ·        die Ernährung ist falsch. z.B. eine zu hohe Kochsalzzufuhr, Übergewicht, zu viel Alkohol, Bewegungsmangel

  2. Es handelt sich um eine sekundäre, das heißt begleitende Hypertonie, aufgrund einer
    anderen Grunderkrankung. Das kann sein:

    ·        Nierenerkrankungen
    ·        Nierenarterienstenose  (Verengung)
    ·        Medikamente wie z.B. Schilddrüsenhormone, die Pille, Glukokortikoide (z.B. Prednisolon – Rp Decortin)
    ·        Hormonelle Erkrankungen z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Schwangerschaft
    ·        neurologische Erkrankungen, z.B. erhöhter Hirndruck
    ·        Erkrankungen der Blutgefäße wie z.B. Gefäßmissbildungen, Herzklappenerkrankungen

Gibt es unterschiedliche Einteilungen der Hypertonie?

Ja, und diese wurde 1999 festgelegt durch die WHO (Weltgesundheits-Organisation)

Stadium 1:      keine Organveränderungen
Stadium 2:      Hier besteht bereits eine Organbeteiligung, z.B. geringe Nierenschäden,
geringe Veränderungen der Netzhaut bedingt durch die Hypertonie, das linke
Herz ist vergrößert
Stadium 3:      Organschäden durch die Hypertonie. Linksherzinsuffiziens (die Leistung des
linken Herzens hat nach gelassen) das zentrale Nervensystem ist geschädigt,
die Veränderungen an der Netzhaut sind sehr stark, die Leistung der Niere ist
sehr gering bzw. ganz eingeschränkt.

die am meisten verwendete Tabelle:

  Systolischer Blutdruck Diastolischer Blutdruck
Optimal Kleiner als 120 mmHg Kleiner als 80mmHg
Normal Kleiner als 130 mmHg Kleiner als 85 mmHg
„noch-Normal“ 130 – 139 mmHg 85 – 89 mmHg
Leichte Hypertonie
(Schweregrad 1)
140 – 159 mmHg 90 – 99mmHg
Grenzwertige Hypertonie 140 – 149 mmHg 90 – 94 mmHg
Mittelschwere Hypertonie
(Schweregrad 2)
160 – 179 mmHg 100 – 109 mmHg
Schwere Hypertonie
(Schweregrad 3)
ab 180 mmHg ab 110 mmHg

Quelle: WHO

Was bedeutet Systolisch und Diastolisch eigentlich?

Das Herz pumpt das Blut  – wellenartig – in die Gefäße. Das bedeutet dass, jedes Mal wenn sich das Herz zusammenzieht, das linke Herz das Blut in die Aorta stößt und den Blutdruck in den Gefäßen kurz ansteigen lässt. Der dabei erreichte höchste Wert ist der systolische Blutdruck.

Der diastolische Blutdruck

entsteht dadurch, dass sich das Herz nach dem Pumpvorgang wieder zusammenzieht, kein Blut in die Aorta gepumpt wird und die Kammer sich erst wieder füllen muss. Diese Phase nennt man auch Entspannungsphase. Es wird also kein Blut mehr in die Aorta gepumpt und somit fällt der Blutdruck natürlich ab. Der kleinste gemessene Wert ist der diastolische Wert.
Das Herz füllt sich wieder, stößt das Blut wieder in die Aorta….die Systole beginnt wieder..
Was für Komplikationen können auftreten, wenn der Blutdruckauerhaft erhöht ist?

Bei einem dauerhaft erhöhten Blutdruck besteht die Gefahr dass es irreversible Schäden
an folgenden Organen gibt:

·        dadurch, dass das Herz ständig gegen einen hohen Widerstand pumpen muss, vergrößert sich die linke Herzkammer, und der Muskel wird immer stärker. Ab einem bestimmten Gewicht jedoch erfolgt nur noch eine unzureichende Durchblutung des Herzmuskels und es kommt somit zu Durchblutungsstörungen mit dem damit verbundenen Sauerstoffmangel des Herzens.

Oft besteht auch eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, der sogenannten koronaren Herzkrankheit. Hier sind die Gefäße durch Arteriosklerose so verengt, dass die Gefahr eines Angina-Pectoris-Anfalls, Herzinfarkt, einer Linksherzinsuffiziens oder der plötzliche Tod durch Herzstillstand droht.

·        Durch den Bluthochdruck entsteht oftmals eine Arteriosklerose in allen arteriellen Gefäßen (dies sind die Gefäße, die vom Herzen weg führen oder das Herz selbst versorgen)

·        durch die Verengung der Arterien besteht die Gefahr, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird und es kann zum Schlaganfall kommen.

·        Auch die Niere kann durch einen langanhaltenden Bluthochdruck geschädigt werden. Durch die Veränderung der Gefäße, erfolgt auch hier eine Minderversorgung und es kann zur  Niereninsuffiziens bis hin zum Nierenversagen kommen.
Kann es auch zu Notfällen bei einer Hypertonie kommen?

Ja, es kann durchaus zu Notfällen kommen. Es werden zwei Arten unterschieden.

·        die Hypertensive Krise. Der Blutdruck hat Werte ab 230/130 mmHg. Es bestehen jedoch keine akuten Symptome eines Organschadens

·        der Hypertensive Notfall:

Hier besteht ein hoher Blutdruckanstieg mit Schäden an Organen. z.b. ein Herzinfarkt, akute Linksherzinsuffiziens, Herzklopfen, Herzrasen, Übelkeit….

CAVE: Bei Blutdruckanstieg mit so hohen Werten ist unverzüglich der Arzt zu informieren oder der Notarzt zu rufen!

Bis zum Eintreffen des Arztes, den Patienten mit erhöhtem Oberkörper und gesenkten Beinen lagern. So wird das Herz entlastet!


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