Hypotonie

Naturheilkunde und niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Hypotonie / niedriger Blutdruck was ist das?

Weist der Blutdruck dauerhaft niedrige Werte von weniger als 100/60 mmHG bei der Frau und weniger als 110/60 mmHg beim Mann auf, wird von niedrigen Blutdruck gesprochen.

Ein niedriger Blutdruck muss nicht immer behandelt werden. Erst wenn Probleme auftreten, ausgelöst durch evtl. Minderdurchblutung muss eine Therapie erfolgen.

Es gibt unterschiedliche Ursachen für einen niedrigen Blutdruck.

1. essenziele Hypotonie. Diese Form betrifft besonders junge Frauen, eine erkennbare
Ursache ist nicht vorhanden. Solange Sie sich wohlfühlen, besteht kein
Behandlungsbedarf.

2. Dann gibt es die Hypotonie aufgrund einer Grunderkrankung. Hier kann es sich zum
Beispiel um eine  Erkrankung der Gefäße, eine Herzerkrankung, eine Nierenerkrankung
oder auch um eine längere Bettlägerigkeit handeln.
Diese  Form der Hypotonie wird auch  „symptomatische Hypotonie“ genannt

3. weiterhin gibt es noch die „orthostatische Hypotonie“. Hierbei handelt es
sich um eine Regulationsstörung des Blutdruckes. Diese tritt auf bei Wechsel vom Liegen
in Sitzen und / oder den Stand und betrifft oft alte Menschen.

4. Zu wenig Flüssigkeit, also nicht ausreichend Trinken kann zu einer Hypotonie führen.

Die orthostatische Hypotonie ist oft der Grund für Stürze und die damit verbundenen Folge -Erkrankungen im Alter. Daher ist es sehr wichtig, Betroffene und Angehörige älterer Menschen über Symptome und die Auswirkungen aufzuklären.

Welche Symptome kann eine Hypotonie machen?

die Hände und Füße sind blass und kalt
rasche Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwäche
Schwindel
Kopfschmerzen
einen schnellen Puls  (Tachykardie)
Kollapsneigung, Ohnmachtsanfälle

Kann es auch zu Notfällen bei einer Hypotonie kommen?

Bei einer Hypotonie kann es zu einem Schock kommen. Dies wird hervorgerufen durch eine Unterversorgung der Organe mit Blut und Sauerstoff.  Die Gründe dafür können ganz unterschiedlicher Art sein.

zum Beispiel:

durch einen hohen Blutverlust
starkes Erbrechen  und /oder Durchfall und dem damit verbundenen Flüssigkeitsverlust
bei einem Herzinfarkt
akuten Herzrhythmusstörungen
durch bestimmte Medikamente
Verbrennungen
durch eine allergische Reaktion

Bei Schock oder den Verdacht auf einen Schock ist der  Arzt bzw. Notarzt unverzüglich zu rufen.

Bei einem Schock ist der Betroffene auf dem Rücken mit angehobenen Beinen zu lagern. Dies gewährleistet die Versorgung des Herzens und des Gehirns mit Blut.

Bei Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, Blutungen im Bereich von Kopf, Lunge und oberem Magen-Darm-Trakt, ist der Patient mit erhöhtem Oberkörper und tiefer liegenden Beinen zu lagern!

Bei Kreislaufstillstand – hier ist der Blutdruck nicht  mehr messbar ist der Patient auf einer harten Unterfläche auf dem Rücken zu lagern und die Reanimation bis zum Eintreffen den Notarztes durch zu führen.

Bei Ohnmacht in die stabile Seitenlage und nicht alleine lassen, bis zum Eintreffen des Notarztes.